Mozarts Requiem 2015

Das Requiem von W. A. Mozart 

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2015 widmeten sich die Seltenheimer dem vielleicht wunderbarsten Werk der Musikgeschichte – dem berühmten Requiem in d-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart. Um kaum eine zweite Komposition ranken sich so viele Mythen und Legenden und an spiritueller Kraft ist sie wohl unübertroffen.

Die Kirchenmusik erlangte für Mozart in seinen letzten Lebensjahren eine immer größer werdende Bedeutung. In diesem Kontext ist auch die Bewerbung als Gehilfe des Domkapellmeisters in St. Stephan in Wien zu sehen. Die Position war unbezahlt. So nahm er von einem geheimnisvollen Boten einen anonymen Auftrag für die Komposition einer Totenmesse bereitwillig an.

Doch vorher galt es noch, die Fronleichnamsmotette „Ave verum corpus“ (KV 618) fertigzustellen. Diese Schöpfung wurde zu einer der bekanntesten und beliebtesten aus der Feder des Meisters.

Nun konnte er sich der Realisierung des Requiems widmen. Es sollte zur letzten Komposition Mozarts werden. Er erkrankte schwer und starb noch während seiner Arbeiten im Dezember 1791. Schon bald bildeten sich zahlreiche Legenden rund um das Werk. Der Bote, der Mozart mit der Komposition beauftragte, sei ein ganz außergewöhnlicher Mann gewesen, hieß es. Vielleicht gar aus dem Jenseits stammend soll er Mozart sein nahes Ende vermittelt haben. Tag und Nacht soll der Meister bis zur völligen Erschöpfung an seinem Werk gearbeitet haben. Bis zu seinem letzten Atemzug sollte das Requiem zu Papier gebracht sein. Schrieb Mozart das Requiem in gewisser Weise auch für sich selbst? Was davon Wahrheit ist und was Erfindung, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Das Interesse am Werk wuchs durch die Mythenbildung auf alle Fälle stetig an.

Obwohl nur etwa zwei Drittel dieser Totenmesse aus der Hand des Meisters stammen und im Auftrag der Witwe durch seine Schüler Joseph Eybler und Franz Xaver Süßmayr Vervollständigungen vorgenommen wurden, sind sich die Wissenschaftler, Musikkenner und Musikgenießer einig: Mozarts Requiem ist göttliche Musik.

Zwei vielbeachtete Aufführungen gelangen den Seltenheimern, zum einen im Konzerthaus in Klagenfurt und zum anderen in der Stiftskirche Millstatt im Rahmen der Musikwochen.

Ausführende:

Singkreis Seltenheim Klagenfurt
Orchester „Academia Ars Musicae“, Leitung Brian Finlayson
Solisten: Linda Kazani – Sopran, Jaroslava Pepper – Alt
Gabriel Lipuš – Tenor, Igor Morosoff – Bass
Dirigent: Karl Altmann

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